Partisanenweg auf Pohorje, Slowenien

Der größte berliner Stromversorger informiert heute per Pressemitteilung, dass er angesichts der Kältewelle von Stromabschaltungen bei Zahlungsrückständen absieht, wenn in diesem Falle die Fernwärmezuleitung unterbrochen würde. Das ist natürlich sehr generös und hat ganz sicher nichts damit zu tun, dass die Berichterstattung etwas unvorteilhaft war, nachdem vor einigen Tagen eine Frau in ihrer Wohnung verbrannte, weil sie mit mit den Kerzen, die sie als Substitut für Licht und Heizung verwendete, nicht so gut umgehen konnte.
Der Haken dabei: die meisten der dieser Tage unbeheizten Wohnungen (so auch jene der Verstorbenen) haben gar keine Fernwärme, sondern Gasetagenheizungen, die bei abgeschaltetem Strom auch nicht funktionieren, was den Stromversorger aber nicht interessiert. Sein freundliches Angebot gilt also im wesentlichen nur für Unternehmer (Vermieter und Hausverwaltungen die den Hausstrom für die Fernwärme zahlen müssten), die im Rückstand sind, Privatkunden dürfen im Zweifelsfalle weiter frieren.

Auf ein gesundes neues Jahr.

14:39:02 am 08.01.2010 von tristan - Kategorie: Milton-Friedman-Appreciation-Corner

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