"Ich bin ein Berliner" im SO36
Nichts ist peinlicher, als am Einlass den wohlverdienten Gästelistenplatz einfordern zu müssen, während der Kassier genervt durch seine meterhohen Papierberge sich wühlt. Meterhoch! Man fragt sich, ob bei solchen Gelegenheiten überhaupt jemand Eintritt bezahlt, ausser vielleicht ein paar verirrten Touris und vier oder fünf Einheimischen, die nix mit Medien machen.
Wohlverdient im Sinne von "Eine Hand wäscht die andere" übrigens, denn gewaschen hatte ich die Hände der Veranstalter ganz ordentlich.
Anyway, warum fängt das gottverdammte Konzert erst nach Mitternacht an, wenn es für 22 Uhr angekündigt ist? Und dann diese furchtbare Moderation und die viel zu langen Umbaupausen. Der letzte Act beginnt halb 5? Jetzt mal ehrlich, wer hält sowas denn ohne Drogenkonsum aus? Immerhin war ich noch wach genug, Italoporno mitzubekommen, von denen meine Begleitung reichlich enttäuscht war, weil die früher mal wohl etwas rotziger und fieser waren und die Frontfrau auch zu wenig Posaune gespielt hat. Mir hat's trotzdem gefallen, Discopop live, super Stimme und neben der flotten Band ein menschlicher Drumcomputer. Die Show bisken aufgesetzt, aber das denke ich bei so ziemlich jedem Konzert wo die Leute mehr machen, als brav ihre Instrumente zu bedienen. Meinetwegen müssen die sich nicht ausziehen, andererseits weckt der Bandname natürlich gewisse Erwartungen. Als Rummelsnuff dann seine Freaknummer durchzog und sein Repertoire vor sich hergrunzte, war es definitiv Zeit zu gehen. Ich hab gar nichts gegen den, aber auf die erste Überraschung bei Ansicht dieses Fleischberges folgt bei mir bald Langeweile, der Begleitung ging es ähnlich. Draußen regnete es in Strömen und endlich musste ich mal nicht darüber diskutieren, ob ein Taxi nicht doch ein angemessenes Transportmittel durch die Berliner Nacht wäre.
Verpasst haben wir so die Mauerbauperformance - es war immerhin der 13. August, nach Aussage der Veranstalter ein guter Tag, endlich wieder eine Mauer im Herzen Berlins zu bauen. Eine Schallschutzmauer. Damit die demnächst ihre Konzerte einfach erst um 4 Uhr früh anfangen können, oder so.
Habe den gesamten Samstag verpennt.
Wohlverdient im Sinne von "Eine Hand wäscht die andere" übrigens, denn gewaschen hatte ich die Hände der Veranstalter ganz ordentlich.
Anyway, warum fängt das gottverdammte Konzert erst nach Mitternacht an, wenn es für 22 Uhr angekündigt ist? Und dann diese furchtbare Moderation und die viel zu langen Umbaupausen. Der letzte Act beginnt halb 5? Jetzt mal ehrlich, wer hält sowas denn ohne Drogenkonsum aus? Immerhin war ich noch wach genug, Italoporno mitzubekommen, von denen meine Begleitung reichlich enttäuscht war, weil die früher mal wohl etwas rotziger und fieser waren und die Frontfrau auch zu wenig Posaune gespielt hat. Mir hat's trotzdem gefallen, Discopop live, super Stimme und neben der flotten Band ein menschlicher Drumcomputer. Die Show bisken aufgesetzt, aber das denke ich bei so ziemlich jedem Konzert wo die Leute mehr machen, als brav ihre Instrumente zu bedienen. Meinetwegen müssen die sich nicht ausziehen, andererseits weckt der Bandname natürlich gewisse Erwartungen. Als Rummelsnuff dann seine Freaknummer durchzog und sein Repertoire vor sich hergrunzte, war es definitiv Zeit zu gehen. Ich hab gar nichts gegen den, aber auf die erste Überraschung bei Ansicht dieses Fleischberges folgt bei mir bald Langeweile, der Begleitung ging es ähnlich. Draußen regnete es in Strömen und endlich musste ich mal nicht darüber diskutieren, ob ein Taxi nicht doch ein angemessenes Transportmittel durch die Berliner Nacht wäre.
Verpasst haben wir so die Mauerbauperformance - es war immerhin der 13. August, nach Aussage der Veranstalter ein guter Tag, endlich wieder eine Mauer im Herzen Berlins zu bauen. Eine Schallschutzmauer. Damit die demnächst ihre Konzerte einfach erst um 4 Uhr früh anfangen können, oder so.
Habe den gesamten Samstag verpennt.
Jonny Freedom
Im Schokoladen, der seit gut zwei Wochen quasi-illegal bespielt wird (Kündigung zwecks Aufwertung der Wohngegend) fanden sie sich also ein, den lustigen Akustikpunker zu bestaunen. Mein lieber Freund von Raven, der Ingenieur und Muslimfresser, bemerkte erschüttert, wie grau alle geworden sind, ich konnte es nicht unterlassen, ihn in den Waschraum zu schicken, um mal in einen Spiegel zu schauen, der jedoch war kaputt. Also waren nur wir anderen grau geworden, was soll's. Jonny Freedom legte eine gewisse Alterslosigkeit an den Tag, auch die Lieder konnten alle mitsingen, seit Jahren schon. Es war sehr hübsch. Besonders der Chor und der vermummte Zweitgitarrist trugen zu einer insgesamt gelösten Feierstimmung bei.
Auch hübsch: Der beinahe zu einer Schlägerei ausartende Streit, den ich mit einer Tarotkarten lesenden Dame vom Zaune brach beim anschließenden Absacker im Bassy Cowboy Club. Auch dort war es, dass ein Moped durch den Gastraum fuhr. Ein Moped! Don't ask me, Mittwoch Abend in Berlin halt.
Auch hübsch: Der beinahe zu einer Schlägerei ausartende Streit, den ich mit einer Tarotkarten lesenden Dame vom Zaune brach beim anschließenden Absacker im Bassy Cowboy Club. Auch dort war es, dass ein Moped durch den Gastraum fuhr. Ein Moped! Don't ask me, Mittwoch Abend in Berlin halt.
Madison Violet
Well, I am quite fond of the Privatclub. It might be the lad at the bar, whose suspenders seem to be the reason for a very fine view on a bottom of exquisite shape, both (suspenders and view) where kindly pointed out to me by my very dear friend F., up to that point I had only noticed the charming smile. Never mind that, the bands presentation met expectations. A friendly and somewhat sweet Country-Folk-thing. They started with a song called "Please darling, can we go home", which I appreciated as an enjoyable ironic gesture. Surprise of the evening was the support, one T.S. Brooks, who just sung a few rather sad and dylanesk songs and talked about a night spent in jail whilst chatting with his people in the smoking area. Interesting: the high quota of women at the concert, particulary women couples. Interesting, but not completely unsuspected beforehand. Just look at the pictures . A bit disturbing was the number of, and there's no way round it, ugly ass guys, who matched every cliché of male Country-Fans. Also there was a blind man. While staring at him I came to think, that the blind are the only handicapped people one can stare at, without making them feel uncomfortable. He seemed to like the music very much.
Chokebore.
Sänger so: We will now play a very depressing song.
Leute so: Yippie, Hey und Juchu.
etwas später, Sänger so: And now we will play an even more depressing song.
Leute so: Yippie, Hey und Juchu.
Sänger so: Yeah, we love those super-duper depressing songs. 'Cause they make us feel happy inside.
Sänger so: We will now play a very depressing song.
Leute so: Yippie, Hey und Juchu.
etwas später, Sänger so: And now we will play an even more depressing song.
Leute so: Yippie, Hey und Juchu.
Sänger so: Yeah, we love those super-duper depressing songs. 'Cause they make us feel happy inside.

