Partisanenweg auf Pohorje, Slowenien

...weil mir da die Akustik so zusagt.

02:49:26 am 31.08.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

Mit derartigen Gefährten will die Berliner Polizei randalierenden Demonstranten das Fürchten lehren.

[file under: very big brother]

17:54:16 am 20.08.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

Nicht ohne ein gewisses Amüsement lässt sich zur Kenntnis nehmen, dass die Kanzlerin ihr Statement zu Duisburg quasi auf den Stufen zum Bayreuther Festspielhaus abgibt. Nicht weniger belustigend ist ihre (und des Herrn Gaucks, oder wie auch immer der neue Präsident heißt) Forderung nach rückhaltloser Aufklärung der Ursachen. Nein, diese mutigen Politprofis. Auch mal unangenehme Wahrheiten aussprechen, gerade dann, wenn diese nicht mit der öffentlichen Meinung konform gehen, die ja zum Beispiel in solchen Fällen für gewöhnlich verlangt, dass alles unter den Teppich gekehrt wird, nicht wahr.

10:03:23 am 26.07.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

Zur geplanten Fusion führen NPD und DVU eine Mitgliederbefragung durch. Eine Mitgliederbefragung. Eine Mitgliederbefragung? Was ist denn aus dem guten alten Führerprinzip geworden? Und: Ab welchem Quorum an der Abstimmung beteiligter Verfassungsschutzschergen ist die Fusion eigentlich ungültig?

08:31:05 am 22.07.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

...kurz nach dem Vorfall sprach ein Polizeisprecher von einer Splitterbombe und nannte auch die Möglichkeit von eingearbeiteten Nägeln und Glasscherbern.

Erinnert sich noch jemand an den ersten Mai, als ähnlich voreilig von einer Messerattacke auf einen Polizisten die Rede war?
Kommt nur mir das so vor, als ob da auf einen Anlass hingearbeitet werden würde, der vielleicht doch mal den Einsatz von Schußwaffen rechtfertigen könnte? Wenn es soweit ist, glauben Sie der Pressestelle der Berliner Polizei kein Wort. Jedenfalls nicht in den ersten 5 Tagen (vgl. Splitterbombe), oder auch 40 Jahre lang (siehe Notwehrfall Ohnesorg).

15:19:58 am 18.06.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

OK, ein positiver Aspekt: seit über einer Stunde keine Anrufe, keine Emails und ich habe zwei Etagen Großraumbüro für mich allein.

14:49:07 am 18.06.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

The triumph Hitler was denied... - 5? Ungerade.

"Die nationale Aufgabe ist gewuppt" titelt die Berliner Zeitung und auch ein taz-Redakteur freut sich mit der Nation, wenn auch in rumpligem, mit dem albernen pseudoidiomatischen Akzent der Sängerin korrespondierendem, Englisch: "A German Girl who rocks the music." Diesen ganzen Hohn auf Musik im engeren Sinne, den diese ganze Veranstaltung darstellt, mal beiseite gelassen, was anderes als Befriedigung eines nachdrücklichen Bedürfnisses nationaler Selbstversicherung ist das denn? Der lange Zeit mit einer gewissen Toleranz noch als irgendwie niedlich zu bezeichnende camp des Wettbewerbs, steht spätestens seit seiner bewussten Vereinnahmung durch Veranstalter und angeschlossene Medienmaschinen weit hinter seinem eigentlichen Zweck zurück - Begleitmusik einerseits der Konstruktion der kulturellen Verbundenheit "Europas" als auch der Konkurrenz der Nationen innerhalb dieser Chimäre zu sein. Ich stelle mir grad die Schlagzeilen vor, hätte Griechenland gewonnen... Mein Gott, die Wiege der europäischen Kultur! Und mit etwas Glück/Pech auch ihr Totenlager.

Naja, ich wünsche allen zyklisch Fußballbegeisterten viel Vergnügen bei der ja auch gleich anstehenden Möglichkeit, in Verleugnung des Offensichtlichen, einfach mal wieder für ein paar Tage der seit der Renaissance fortschreitenden Angst vor der Isolation in Vernunft und Freiheit in die Arme der auch werktags eher weniger erfolgreich sublimierenden Masse zu entfliehen und mal alle fünfe grade sein zu lassen.

18:04:23 am 30.05.2010 von tristan - Germaninensien - 1 Kommentar

Der Deutschthümelei muß man keine Koncessionen machen.

Schopenhauer, Über das Mitleid - Das Mitleid hebt die Mauer zwischen zwischen du und ich auf

17:15:00 am 29.05.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

Heute Morgen im Radio (ja, Radio, manchmal nehme auch ich das Angebot der massenmedialen Berieselung an), im Radio jedenfalls diese wirklich aber mal so richtig wütenden "Angler und Berufsfischer" zur Kenntnis genommen, die in Ulm gegen diese wahnsinnigen Naturschützer demonstrierten, weil der geschützte Kormoran (Vogel des Jahres 2010)* ihnen die Lebensgrundlage raube. Diese armen, aber wirklich so richtig echt aufgebrachten Leute haben nicht Kormoran-SS gerufen und Fischholocaust gejammert, aber das vielleicht auch nur, weil sie nicht Ruhm und Ehre ihrer Ahnen mit Vogelkot besudeln wollten.

Nachfolgend ein paar Stellungnahmen zum Thema:

"Der Kormoran muss"


Der Kormoran muss nach oben
Der Kormoran muß** bekämpft werden und zwar sofort.
Der Kormoran muss als „Nahrungsopportunist“ bezeichnet werden.
Der Kormoran muss als wesentliches Element unserer heimischen Fauna erhalten werden
Der Kormoran muss abgebalgt werden, sämtliches Fett muss weg und dann löst man die Brustfilets sowie die Keulen aus.
Der Kormoran muss ausgerottet werden
Der Kormoran muss geschützt werden weil ja schon mal fast ausgestorben.
Der Kormoran muss weg!!
der Kormoran muss nix büßen, er ist unser Feind
Der Kormoran muß genau so wie wir alle Nahrung zu sich nehmen
Der Kormoran muß reduziert werden damit auch andere Fischarten sich fortpflanzen können.
Der Kormoran muss geschützt werden.
Der Kormoran muss auf ein gesundes Maß reduziert werden
Der Kormoran muss als Sündenbock für vom Menschen verursachte Eingriffe in die Fließgewässer herhalten
Der Kormoran muß ein ziemlich zäher Vogel sein
Der Kormoran muß massiv geschossen werden.
Der Kormoran muss genau betrachtet werden, damit seine Schönheit zur Geltung kommt.


*ich verweise zu dieser Gelegenheit gern auf meine qualifizierten Stellungnahmen zum Baum des Jahres und zum Pilz des Jahres. Zur Verwendung in Bildungs- und Forschungseinrichtungen freigegeben, nicht jedoch in Gefängnissen, auf Bohrinseln und in Altersheimen.

**Beachten Sie bitte den stärkeren Hang der Kormorangegner zur Verwendung des -ß-.

23:13:50 am 22.03.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

Das gefällt mir ja sehr gut, dass der Ex-Finanzsenator nach Meinung der Landesschiedskommission seiner Partei, trotz eines insgesamt recht überzeugenden anderslautenden Gutachtens, keine rassistischen Äußerungen getätigt habe, und zwar weil er ja nicht nur Türken und Araber, sondern auch bestimmte deutsche Bevölkerungsgruppen beleidigt ("verletzt" heißt es da) habe.

Bedeutet das nun, würde ich sowas schreiben wie "Scheiß [beliebige ethnische Gruppe einsetzen]" und dann noch "Scheiß Sozialhilfeempfänger", würde die zweite Meinungsäußerung gewissermaßen als Ausgleich für den rassistischen, ähem, Beigeschmack, der ersten zählen? Wie in der Schule, wo eine fünf in Biologie mit einer fünf in Geschichte ausgeglichen werden kann? Nein halt, brauchte es nicht eine eins in Geschichte, um die fünf in Biologie auszugleichen? Und: Wird das überhaupt noch so praktiziert? Außerdem: Versetzt würde man dann zwar vielleicht, aber die fünf in Biologie stände doch trotzdem da, oder?

Desweiteren ist die Landesschiedskommission übrigens der Ansicht, dass des Mannes Ergüsse "sicherlich problematisch, doch [...] zugleich auch nützlich sein [können]". Unbedingt, unbedingt, zeigen diese Äußerungen und der Umgang mit ihnen doch auf, nenne sie mich naiv, überraschend deutliche Weise, in welchen Milieus die abstürzenden Sozen in Zukunft Stimmen fischen wollen.

Disclaimer: Ich bitte darum, diesen Beitrag nicht als Aufforderung eine andere Partei zu wählen mißzuverstehen. Oder überhaupt irgendeine. Zu denen habe ich auch so Meinungen. Angelegentlich gehen mir trotz aller Versuche, würdevolles Desinteresse zu wahren, dann doch die Pferde durch. Aber nicht so oft.

Zitate: rbb

20:05:23 am 15.03.2010 von tristan - Germaninensien - 2 Kommentare

Am 27. Januar 2010 begehen Engagierte in Zossen den Holocaust-Gedenktag. Die Feier wird lautstark durch Neonazis gestört. Die Polizei greift nicht ein.

15:44:13 am 05.02.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

6.000.000

Reden, Rituale. Nachgeborene. Im Glauben, sie wären niemals schuldig geworden.
Die technische Beiläufigkeit des Gedenkens, die Instrumentalisierung, nein, nicht durch die Opfer, sondern durch die Nachkommen der Täter.

***

Als das offizielle Programm zu Ende ist: Eine ganz alte Frau geht zu jedem einzelnen Gedenkstein und legt darauf jeweils ein Stückchen Brot. So viele völlig fehl am Platze, nicht sie jedoch.

14:15:16 am 27.01.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

Kalaun an Bord

Niedervereinigung

22:36:57 am 07.11.2009 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

In another nutshell

Am Wochenende beinahe zufällig mit zwei Personen gesprochen, die den Kampf um die Mainzer Straße miterlebt haben. Dabei das erste Mal gedacht, dass die Signifikanz der Räumung gar nicht in der Zerschlagung der berliner Hausbesetzerszene lag, sondern vielmehr die systemimmanent unbedingt nötige Demonstration der Handlungs- und Durchsetzungsfähigkeit der (in Ostberlin und dem gesamten Anschlußgebiet) neuen Staatsmacht war. Das Maß an gefühlter (nicht jedoch tatsächlicher) Anarchie zwischen November 89 und 90 wird gerne vergessen gemacht. Aus gutem Grund, könnte doch jemand auf die Idee kommen, dass der Schlusspunkt der "Revolution" eben nicht der 3. Oktober (die Vollendung), sondern der 14. November 1990 (die Niederschlagung) war. An diesem Datum sind Ruhe und Ordnung wieder eingekehrt, bedauerlich nur, dass die subventionierten Mieten und dergleichen Vorteile der vorherigen Ordnung auf dem Wege dahin verloren gegangen waren.

00:29:09 am 02.11.2009 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

Da lacht der Verdacht

Es heißt, die Generalstaatsanwaltschaft Berlin ermittle neuerdings gegen einen gewissen Karl-Heinz K. wegen "des Verdachts des Mordes an dem Studenten Benno Ohnesorg".
Hervorhebung durch mich.

[file under: 42 (!) Jahre]

17:11:38 am 24.10.2009 von tristan - Germaninensien - 2 Kommentare

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