Partisanenweg auf Pohorje, Slowenien

...weil mir da die Akustik so zusagt.

02:49:26 am 31.08.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

Mit derartigen Gefährten will die Berliner Polizei randalierenden Demonstranten das Fürchten lehren.

[file under: very big brother]

17:54:16 am 20.08.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

"Ich bin ein Berliner" im SO36

Nichts ist peinlicher, als am Einlass den wohlverdienten Gästelistenplatz einfordern zu müssen, während der Kassier genervt durch seine meterhohen Papierberge sich wühlt. Meterhoch! Man fragt sich, ob bei solchen Gelegenheiten überhaupt jemand Eintritt bezahlt, ausser vielleicht ein paar verirrten Touris und vier oder fünf Einheimischen, die nix mit Medien machen.
Wohlverdient im Sinne von "Eine Hand wäscht die andere" übrigens, denn gewaschen hatte ich die Hände der Veranstalter ganz ordentlich.
Anyway, warum fängt das gottverdammte Konzert erst nach Mitternacht an, wenn es für 22 Uhr angekündigt ist? Und dann diese furchtbare Moderation und die viel zu langen Umbaupausen. Der letzte Act beginnt halb 5? Jetzt mal ehrlich, wer hält sowas denn ohne Drogenkonsum aus? Immerhin war ich noch wach genug, Italoporno mitzubekommen, von denen meine Begleitung reichlich enttäuscht war, weil die früher mal wohl etwas rotziger und fieser waren und die Frontfrau auch zu wenig Posaune gespielt hat. Mir hat's trotzdem gefallen, Discopop live, super Stimme und neben der flotten Band ein menschlicher Drumcomputer. Die Show bisken aufgesetzt, aber das denke ich bei so ziemlich jedem Konzert wo die Leute mehr machen, als brav ihre Instrumente zu bedienen. Meinetwegen müssen die sich nicht ausziehen, andererseits weckt der Bandname natürlich gewisse Erwartungen. Als Rummelsnuff dann seine Freaknummer durchzog und sein Repertoire vor sich hergrunzte, war es definitiv Zeit zu gehen. Ich hab gar nichts gegen den, aber auf die erste Überraschung bei Ansicht dieses Fleischberges folgt bei mir bald Langeweile, der Begleitung ging es ähnlich. Draußen regnete es in Strömen und endlich musste ich mal nicht darüber diskutieren, ob ein Taxi nicht doch ein angemessenes Transportmittel durch die Berliner Nacht wäre.
Verpasst haben wir so die Mauerbauperformance - es war immerhin der 13. August, nach Aussage der Veranstalter ein guter Tag, endlich wieder eine Mauer im Herzen Berlins zu bauen. Eine Schallschutzmauer. Damit die demnächst ihre Konzerte einfach erst um 4 Uhr früh anfangen können, oder so.
Habe den gesamten Samstag verpennt.

16:48:24 am 15.08.2010 von tristan - A New Life in Music - Keine Kommentare

Jonny Freedom

Im Schokoladen, der seit gut zwei Wochen quasi-illegal bespielt wird (Kündigung zwecks Aufwertung der Wohngegend) fanden sie sich also ein, den lustigen Akustikpunker zu bestaunen. Mein lieber Freund von Raven, der Ingenieur und Muslimfresser, bemerkte erschüttert, wie grau alle geworden sind, ich konnte es nicht unterlassen, ihn in den Waschraum zu schicken, um mal in einen Spiegel zu schauen, der jedoch war kaputt. Also waren nur wir anderen grau geworden, was soll's. Jonny Freedom legte eine gewisse Alterslosigkeit an den Tag, auch die Lieder konnten alle mitsingen, seit Jahren schon. Es war sehr hübsch. Besonders der Chor und der vermummte Zweitgitarrist trugen zu einer insgesamt gelösten Feierstimmung bei.
Auch hübsch: Der beinahe zu einer Schlägerei ausartende Streit, den ich mit einer Tarotkarten lesenden Dame vom Zaune brach beim anschließenden Absacker im Bassy Cowboy Club. Auch dort war es, dass ein Moped durch den Gastraum fuhr. Ein Moped! Don't ask me, Mittwoch Abend in Berlin halt.

16:29:28 am 15.08.2010 von tristan - A New Life in Music - Keine Kommentare

Gibt's dieses Jahr denn gar keinen Sommerhit?

12:49:36 am 06.08.2010 von tristan - Püriert - Keine Kommentare

Der ganz wundervolle Stewart Lee setzt zu seinem bislang größten Coup an. Voller Wut über die Kommerzialisierung der Edinburgh Fringe durch Fosters hat er eine Email geschrieben, deren Wirkung so grandios ist, dass die idiotische Idee, einen Comedy-Gott zu wählen, darin enden könnte, dass ein sehr obskures anglo-japanisches Duo aus den 80ern den Titel holen.
Bedauerlich nur, dass das Theater natürlich Sponsor und Wettbewerb bekannter machen. Subversiv my ass.

11:31:17 am 04.08.2010 von tristan - Best Of - Keine Kommentare

...wobei ihre Variante der experimentellen Popmusik am Captain-Beefheart-Ende der Dirty Projectors anzusetzen scheint.

Ich fühle mich bestätigt in der Meinung, dass Musikjournalismus ein überflüssiges, mindestens jedoch überbewertetes Fach ist. Was will man auch sagen zu einer Musik, außer: "Is gut, hör's dir mal an.". Nur Hypersubjektivierung des Hörerlebnisses oder völlig frei assoziatives Abgleiten eröffnet noch die Möglichkeit, irgendwie lesbare oder ohne allzu detaillierte Vorkenntnisse inhaltlich zugängliche Texte zu schreiben. Aber diese mit Phrasendrescherei kontaminierte Auskennerei ist doch wirklich zu blöde.

09:31:48 am 04.08.2010 von tristan - Körperwelten - Keine Kommentare

Kurze Verwirrung beim Überfliegen der Schlagzeilen:

Aldi-Gründer Theo Albrecht ist tot

und dann

Jetzt 21 Tote durch Loveparade-Katastrophe

Hat sich geklärt...

14:27:20 am 28.07.2010 von tristan - Liebes Tagebuch - Keine Kommentare

Nicht ohne ein gewisses Amüsement lässt sich zur Kenntnis nehmen, dass die Kanzlerin ihr Statement zu Duisburg quasi auf den Stufen zum Bayreuther Festspielhaus abgibt. Nicht weniger belustigend ist ihre (und des Herrn Gaucks, oder wie auch immer der neue Präsident heißt) Forderung nach rückhaltloser Aufklärung der Ursachen. Nein, diese mutigen Politprofis. Auch mal unangenehme Wahrheiten aussprechen, gerade dann, wenn diese nicht mit der öffentlichen Meinung konform gehen, die ja zum Beispiel in solchen Fällen für gewöhnlich verlangt, dass alles unter den Teppich gekehrt wird, nicht wahr.

10:03:23 am 26.07.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

00:22:00 am 24.07.2010 von tristan - Best Of - Keine Kommentare

This is a story about a little Dutch town called Nijmegen and pronounced anyway you choose. The moral of the story is: it would be a good thing if the Germans did not make a war every twenty years or so and then there would be no story about little towns called Nijmegen.

Martha Gellhorn, October 1944

12:09:59 am 22.07.2010 von tristan - Best Of - Keine Kommentare

Zur geplanten Fusion führen NPD und DVU eine Mitgliederbefragung durch. Eine Mitgliederbefragung. Eine Mitgliederbefragung? Was ist denn aus dem guten alten Führerprinzip geworden? Und: Ab welchem Quorum an der Abstimmung beteiligter Verfassungsschutzschergen ist die Fusion eigentlich ungültig?

08:31:05 am 22.07.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

...kurz nach dem Vorfall sprach ein Polizeisprecher von einer Splitterbombe und nannte auch die Möglichkeit von eingearbeiteten Nägeln und Glasscherbern.

Erinnert sich noch jemand an den ersten Mai, als ähnlich voreilig von einer Messerattacke auf einen Polizisten die Rede war?
Kommt nur mir das so vor, als ob da auf einen Anlass hingearbeitet werden würde, der vielleicht doch mal den Einsatz von Schußwaffen rechtfertigen könnte? Wenn es soweit ist, glauben Sie der Pressestelle der Berliner Polizei kein Wort. Jedenfalls nicht in den ersten 5 Tagen (vgl. Splitterbombe), oder auch 40 Jahre lang (siehe Notwehrfall Ohnesorg).

15:19:58 am 18.06.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

OK, ein positiver Aspekt: seit über einer Stunde keine Anrufe, keine Emails und ich habe zwei Etagen Großraumbüro für mich allein.

14:49:07 am 18.06.2010 von tristan - Germaninensien - Keine Kommentare

But they are...

Other people turn around and laugh at you
If you said that these are the best days of our lives

01:43:52 am 15.06.2010 von tristan - Körperwelten - Keine Kommentare

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